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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 50, Woche vom 02.03. bis 08.03.2012
Am Sonntag um 13:30 Uhr wird im Dynamostadion ein Spiel angepfiffen, dass die Dynamofans elektrisiert, wie lange keines mehr. Ungewöhnlich ist dies deshalb, weil es eigentlich ein Spiel ist, das Grund zu Ärger und Frust gibt. Dass wir trotzdem mit Vorfreude und vorallem mit großem Stolz in die Partie gegen Ingolstadt gehen, ist mehr als bemerkenswert. Sucht man in diesen Tagen nach passenden Beschreibungen für Dynamofans, hat man mit "unglaublich" und "einzigartig" ganz sicher treffende gefunden. Fans, die mehr als 21500 Karten für ein Spiel kaufen, für das ihnen der DFB Stadionverbot erteilt hat, verdienen jedenfalls in den Augen der Fangemeinschaft Dynamo solche Attribute.
Auch die Mitglieder der Fangemeinschaft Dynamo haben in den vergangenen Tagen einen enormen Beitrag dazu geleistet, den wirtschaftlichen Schaden des DFB-Schandurteils zu begrenzen. Wie alle anderen Dynamofans haben natürlich auch wir eifrig Geisterkarten gekauft. Einige werden am Sonnabendnachmittag an verschiedenen Orten in der Stadt unterwegs sein, um aktiv Karten "unters Volk" zu bringen und gemeinsam mit dem Team der Torwirtschaft haben wir unter dem Motto "GEIST und SPIEL" ein Public Viewing im dynamischsten Biergarten der Welt organisiert. Zu dieser Veranstaltung möchten wir hier noch einmal herzlich einladen und einige Informationen geben.
Die Fangemeinschaft Dynamo unterstützt ausdrücklich den Aufruf von ULTRAS DYNAMO, unser leeres Dynamostadion am Sonntag mit so vielen Zaunfahnen wie nur möglich, zu bestücken, um damit unsere Mannschaft wenigstens optisch perfekt zu unterstützen. Wir bitten deshalb alle Fans, auf das Mitbringen von Zaunfahnen in die Torwirtschaft zu verzichten. Schmücken wollen wir unser "GEIST und SPIEL"-Stadion stattdessen mit möglichst vielen Meinungsäußerungen zur "Arbeit" des DFB. Alle Fans sind deshalb aufgerufen, noch vorhandene Spruchbänder wieder hervorzukramen oder neue anzufertigen. Auch vor Ort wird es die Möglichkeit geben, noch aktiv zu werden. Papier und Farbe stehen bereit.
Der symbolische Aufbau von – natürlich geöffneten – Sektorentrennungen, eine FANZEIT in der Halbzeitpause oder der Verkauf von traditionellen Fisch- und Hackepetersemmeln gegen Bargeld sollen an diesem Tag nicht nur Spaß und satt machen, sondern auch dazu anregen, wieder einmal über den Wert, den GEIST der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden nachzudenken. Darüber, welche Werte wichtig sind und ob Erfolg wirklich alle Mittel heiligt. Der mit Abstand wichtigste Bestandteil des "Rahmenprogramms" wird allerdings eine Spendensammlung sein, die wir am Sonntag in der Torwirtschaft durchführen werden.
Identifikation von Fans und Verein, lebendiges Vereinsleben, konsequente und kontinuierliche Fanarbeit sind die unverzichtbaren Schlüssel, um künftige Geisterspiele zu vermeiden. Genau für diese Dinge zielgerichtet Geld zu sammeln, ist das Ziel der Spendenaktion. Dazu wird sowohl an den Eingängen, als auch innerhalb der Torwirtschaft eine sogenannte "Bunker-Gebühr" erhoben werden. Sie beträgt 3 Euro. Natürlich darf jeder, der möchte und kann mehr geben. Ebenso selbstverständlich ist es, dass diese "Bunker-Gebühr", für deren Zahlung es eine originelle und auf 500 Stück limitierte Eintrittskarte gibt, natürlich auf absoluter Freiwilligkeit beruht. Niemand kassiert also in irgendeiner Art und Weise "Eintritt". Die Fangemeinschaft Dynamo möchte dennoch alle "GEIST und SPIEL"-Besucher bitten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu spenden, gehen die Einnahmen doch in Projekte, die dynamischer nicht sein könnten.
Neben einem Teil, der zur freien Verfügung direkt an die Geschäftsführung der SGD geht, werden wir "Dynamo für alle Kinder" unterstützen, einen Verein, der Kindern aus einkommensschwachen Familien Stadionbesuche ermöglicht. Der Verein plant für die Zukunft seine Arbeit auch über das Finanzieren von Karten hinaus auszuweiten. Ferienfreizeiten oder Fußballcamps mit Profis sind Ideen, die im Hinterkopf der Aktivisten von "Dynamo für alle Kinder" stecken. Ideen, die nicht nur beispielhaft für wahrgenommene gesellschaftliche Verantwortung stehen, sondern auch für die immer wieder zurecht geforderte Gewaltprävention. Urdynamische Ideen also. Ideen, die Geld kosten.
Der größte Teil der Spenden wird zur Finanzierung eines Fancontainers für die Fanbetreuer unseres Vereins verwendet werden. Dieser soll die baufällige, nasse, strom- und heizungslose Holzhütte ersetzen, die aktuell noch hinter dem K-Block steht. Das die Arbeit darin für die ehrenamtlich arbeitenden Fanbetreuer - die z.B. wegen Platzmangel die Abrechnungen ihrer "Kreisel"-Verkäufe teilweise während des Spiels (!) machen müssen - eine Zumutung sind, ist zwischen Fanvertretern und Verein schon lange Konsens. Allerdings fehlt – wie so oft – das Geld. Die Fangemeinschaft Dynamo hat sich nun entschlossen, hier in Eigeninitiative endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Wir finden, die Fanbetreuer der SG Dynamo Dresden haben das einfach verdient.
Wir möchten alle Dynamofans bitten, uns bei unserer Spendenaktion und damit die SG Dynamo Dresden zu unterstützen. Dynamofans, die ihre "Bunker-Gebühr" nicht live am Sonntag vor Ort entrichten können, haben die Möglichkeit, dies per Überweisung auf unser Konto zu tun. Bitte gebt dabei im Verwendungszweck unbedingt "GEIST und SPIEL" an. Wir bitten um Verständnis dafür, dass Überweisungs-Spender aus organisatorischen und Kostengründen keine "Spenden-Eintrittskarte" bekommen können.
Am Sonntag wird circa um 15:15 Uhr ein Spiel abgepfiffen, das die Dynamofans elektrisiert, wie lange keines mehr. Ein Spiel, das aufgrund seiner Rahmenbedingungen keinen wirklichen Grund zum Feiern liefert. Es könnte dennoch oder gerade deshalb ein Spiel sein, das die Sportgemeinschaft Dynamo ein großes Stück weitergebracht hat. Nicht nur in der Tabelle.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Donnerstag, 08. März 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 49, Woche vom 23.02. bis 29.02.2012
Das Urteil im Revisionsverfahren am vergangenen Donnerstag hat mehrere Dinge schonungslos offengelegt. Zum einen hat es die letzten Zweifel daran beseitigt, ob beim größten Sportverband der Welt demokratische Grundregeln und rechtliche Grundsätze gelten, Fairness oder Gleichbehandlung mehr als zur Schau gestellte Worthülsen sind. Mit der praktischen Bestätigung des Pokalausschlusses, die unter Betrachtung der Umstände im Gunde nichts anderes darstellt als den schlecht versteckten Versuch unseren Verein zu zerstören, hat der DFB nunmehr endgültig jeden Anspruch darauf verwirkt, als Partner betrachtet zu werden. Aufgezeigt hat das Schandurteil aber auch anderes.
"Wir brauchen jetzt unsere kreativen Fans." Mit diesen Worten rief Präsident Andreas Ritter direkt nach dem Verhandlungsmarathon alle Dynamofans dazu auf, mit Aktionen und Initiativen den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. Es war der Versuch, wieder einmal das zu aktivieren, was seit dem Zwangsabstieg vor siebzehn Jahren der Garant für das Überleben der SGD war: Die beispiellose Opferbereitschaft der Dynamofans zugunsten ihres Vereins, die tiefe Liebe zu ihrer Sportgemeinschaft. Und so dauerte es erwartungsgemäß auch nicht lange, bis die Fangemeinschaft Dynamo die ersten Emails erreichten, in denen wir gebeten oder aufgefordert wurden, Spendensammlungen zu organisieren, Geisterspielkarten zu verkaufen oder ein Public Viewing zu organisieren. Facebookgruppen wurden gegründet, Ideen gesammelt und Pläne geschmiedet. Alle diese Fans und Mitglieder eint der Wunsch, möglichst schnell, möglichst effektiv den finanziellen Schaden abzumildern und sie ehrt der Wille und die Bereitschaft, wieder einmal das sprichwörtlich letzte Hemd zu geben.
Aber es gibt auch andere Stimmen, es gibt sie zahlreich und zunehmend. Fans und Mitglieder, die es leid sind, immer nur dann ernstgenommen zu werden, wenn sie dafür gebraucht werden, akute Gefahr von Dynamo abzuwenden. Fans und Mitglieder, die sich nicht damit abfinden wollen, innerhalb ihres Vereins nicht mehr als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen und behandelt zu werden. Fans und Mitglieder, die immer häufiger feststellen, dass ihre Interessen sowohl im Alltagsgeschäft als auch zunehmend in der grundlegenden Ausrichtung ihres Vereins kaum mehr eine Rolle spielen. Fans und Mitglieder, die die Aufhebung der Sektorentrennung oder den Erhalt der Zaunfahnenkultur als genauso bemerkenswert und wichtig, als genauso existenziell für unsere SGD erachten wie erfolgreiche Fan-Bürgschaften und Spendensammlungen.
Die Fangemeinschaft Dynamo besteht aus einem Querschnitt all dieser Dynamos und sie ist nicht mehr und nicht weniger als das, was ihre Mitglieder aus ihr machen. Diese beiden Realitäten beantworten praktisch von selbst die uns in den letzten Tagen sehr oft gestellte Frage, ob die Fangemeinschaft Dynamo den Aufruf von Präsident Andreas Ritter unterstützen wird. Fest steht aktuell nur, dass eine ausschließlich virtuelle Gemeinschaft zwangsläufig eine Gemeinschaft der Ideen bleiben wird und eine Gemeinschaft ohne Selbstreflexion, ohne Nachdenken über Prioritäten und den Wert von Fans und Mitgliedern zwangsläufig eine sterbende ist.
Die nächsten Tage und Wochen werden wieder einmal zeigen, ob die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden eine Zukunft hat. Die Höhe gesammelter Spenden oder die Anzahl verkaufter Geisterspielkarten wird dabei eminent wichtig sein, der entscheidende Fakt möglicherweise aber nicht.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Mittwoch, 29. Februar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 48, Woche vom 17.02. bis 22.02.2012
Vor zwei Wochen haben wir gemeinsam mit den Ultras Dynamo in einem offenen Brief gegen den Verkauf unserer Zaunfahnenplätze an der Westtribüne protestiert und Vermarkter "Sportfive" sowie die SG Dynamo Dresden aufgefordert, schnellstmöglich Ersatzplätze zu Verfügung zu stellen. Beim turnusmäßigen Treffen von Fans und Verein am Montag gab es darauf nun auch eine erste handfeste Reaktion. Man teilte uns nämlich mit, dass auch die Südtribüne unseres Stadions komplett vermarktet wird.
Von den einstmals vorhandenen Zaunfahnenplätzen im Dynamostadion wären dann lediglich ein paar vor der ehemaligen Hornbachtribüne und die vor dem K-Block übriggeblieben. Bereits beim Spiel gegen Duisburg muss damit gerechnet werden, dass auch unterhalb der Südtribüne Werbetafeln prangen. Vermarkter "Sportfive" ist auf dem besten Weg, die deutschlandweit einzigartige dynamische Zaunfahnenkultur zu beerdigen. Unser Verein sieht sich nach eigener Aussage kaum bis gar nicht in der Lage, diesen völligen Ausverkauf eines der letzten Alleinstellungsmerkmale Dynamos zu stoppen. Sollte der Status Quo Bestand haben, wäre die SG Dynamo Dresden wieder ein goßes Stück langweiliger und gewöhnlicher geworden. Die Verkäufer eines Vermarkters zerstören zugunsten ihrer Provisionen die einzigartige Fankultur Dynamo Dresdens und der Verein sieht zu.
Die anwesenden Fanvertreter haben auch am Montag noch einmal sehr eindringlich und sehr deutlich daraufhingewiesen, dass sie die aktuelle radikale und kompromisslose Vermarktung nicht akzeptieren. Wir haben nochmals betont, dass wir bis zum 24.Februar eine eindeutige und klare Aussage zu den im Offenen Brief gestellten Forderungen erwarten. Dynamos Geschäftsführer Stefan Henke und unsere beiden Fanbeauftragten wurden unmissverständlich aufgefordert, die Interessen der Dynamofans noch ernster zu nehmen und sie gegenüber Sportfive noch konsequenter zu vertreten. Wir haben deutlich gemacht, dass wir trotz grundsätzlichem Verständnis für die Problematik vertraglicher Zwänge das bisherige ratlose Schulterzucken des Vereins in keinster Weise als ausreichend betrachten. Ausdrücklich wurde vor den möglichen Folgen und vor Reaktionen der Fans gewarnt, wenn Zaunfahnen abgenommen werden, die künftig über Werbebanden gehängt werden und diese verdecken.
Geschäftsführer Stefan Henke versicherte mehrfach, dass er die klare Botschaft vernommen hat und diese sofort und ungefiltert an Alexander Müßig, den Dresdner Abteilungsleiter von Sportfive weitergeben werde. Es würde von Seiten des Vereins alles Machbare unternommen, um berechtigte Faninteressen und notwendige Vermarktung beim Thema Zaunfahnen unter einen Hut zu bekommen. Als ein erster Schritt wurde ein gemeinsames Gespräch von Fanvertretern und SG Dynamo Dresden mit "Sportfive" vorgeschlagen. Dieses Treffen soll so schnell wie möglich stattfinden. Die Fangemeinschaft Dynamo hat erklärt, dass sie aufgrund der durch Sportfive bereits mehrfach nicht eingehaltenen Vereinbarungen einem solchen Treffen sehr skeptisch gegenüber steht. Alle Fanvertreter haben deutlich gemacht, dass sie von einem derartigen Gespräch nichts anderes und nicht weniger erwarten, als klare und positive Ergebnisse im Sinne der Fans, des mit Abstand größten und wichtigsten Sponsors der SG Dynamo Dresden.
Am gestrigen Abend war ein Gespräch zwischen dem Präsidium und der Geschäftsführung Dynamos und dem Vermarkter Sportfive zu dieser Thematik geplant. Über Ergebnisse daraus werden wir im nächsten AUGENZEUGEN berichten.
Also: Fortsetzung folgt. Versprochen.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Donnerstag, 23. Februar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 47, Woche vom 10.02. bis 16.02.2012
Debakel. Oder weniger förmlich: Klatsche. Beide Worte beschreiben perfekt das, was die Dynamofans am vergangenen Sonnabend auf dem Rasen der neuen „Alten Försterei“ zu sehen bekamen. Doch nicht nur den schwarzgelben Anhängern sollten am Ende des Tages diese Worte durch den Kopf gegangen sein. Auch diejenigen, die im Vorfeld des Spieles wieder einmal Bürgerkrieg prophezeit hatten und jene, die sich darauf wie gewohnt mit Hundertschaften, Hubschraubern und Fanschikanen vorbereitet hatten, erlebten eine böse Überraschung. Es passierte nämlich: Nichts. Weniger überraschend war, dass auch dies wieder nur dazu diente, einen Erfolg von Überwachung, Kontrolle und Gängelung zu feiern, den es wieder einmal gar nicht gab. Nicht nur die komplett unbewachten und komplett friedlichen Dynamofans im Bahnhof Südkreuz bewiesen das eindrucksvoll.
Für die Kicker unserer Sportgemeinschaft steht in den nächsten Tagen nicht nur eine Wiedergutmachung in Deutschlands hässlichstem Fußballstadion an. Auch andere dynamische Mannschaften starten in die Rückrunde, darunter einige mit großen Ambitionen auf mehr als Durchschnitt. Unsere A-Jugend etwa ist aktuell Fünfter und hat keineswegs unaufholbare vier Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Auch für unsere Zweite Mannschaft gibt es durchaus realistische Luft nach oben. Sie tritt am Sonntag gegen Auerbach an, die derzeit auf einem Aufstiegsplatz und fünf Punkte vor Dynamo liegen, aber auch schon zwei Spiele mehr auf dem Konto haben. Und unsere B-Jugend kann zwar nicht aufsteigen, da sie uns bereits in der höchsten Spielklasse vertritt, spielt aber dennoch eine mindestens genauso tolle Saison. Sie belegt aktuell den 6.Platz und hat bereits zwölf Punkte Vorsprung auf Red Bull Leipzig, den aktuell ersten Absteiger. Beides, sowohl der Punktevorsprung als auch der Absteiger, darf gern bis zum Saisonende so bleiben.
Beendet ist unsere Suche nach einem unserem Verein angemessenen Halbzeitspiel. Ein solches Spiel, welches bei insgesamt vier Rückrunden-Heimspielen im Dynamostadion stattfinden wird, hatten wir gemeinsam mit unserem Hauptsponsor gesucht. Aus den zahlreich eingegangenen Vorschlägen unserer Fans haben wir nun in einer Vorauswahl die unserer Meinung nach fünf schönsten Ideen ausgesucht. Der Sieger wird in Kürze gekürt und anschließend benachrichtigt werden. Die Fangemeinschaft Dynamo bedankt sich hiermit ganz herzlich bei allen Dynamofans, die sich an der Aktion beteiligt haben.
Abschließend möchten wir noch auf eine richtig coole Aktion hinweisen. Maik Baier, Dynamofan und Inhaber des Tattoo- und Piercing Studios "El Loco" in Bautzen, wird einen einzigartigen Dynamo-Truck versteigern. Im Maßstab 1:25 gebaut, sensationell bemalt und mit den Unterschriften der Dynamo-Kicker versehen, ist nicht nur das Prachtstück selbst ein absoluter Traum für jeden dynamischen Sammler. Auch der Verwendungszweck des Auktionserlöses sollte für alle Dynmofans Ansporn sein, in den nächsten Tagen ihre Sparschweine einmal gründlich zu untersuchen. Der komplette Erlös wird nämlich an „Sonnenstrahl“ gehen, einen Dresdner Verein, der bereits seit vielen Jahren krebskranke Kinder und ihre Familien unterstützt. Alle Informationen zu der wunderbaren Aktion gibt es hier.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Donnerstag, 16. Februar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 46, Woche vom 03.02. bis 09.02.2012
Eisig kalt war es, regelrecht sibirisch. Und trotzdem dürften alle der wieder einmal in Scharen ins Dynamostadion geströmten Zuschauer ins Schwitzen gekommen sein. Sogar den etwa zweihundertfünfzig mitgereisten Fürthern dürfte der Schweiß auf der Stirn gestanden haben, auch wenn es nur Angstschweiß angesichts der grandiosen Leistung unserer Jungs war.
Unter den vielen Tausend schwarzgelben Anhängern, die bei arktischen Temperaturen beinahe südamerikanisch feierten, waren auch diesmal wieder Kinder, die ohne das Engagement anderer Dynamofans nicht live dabei gewesen wären. Kinder, die nicht vor Ort hätten sein können, als Robert, Mikael und Zlatko das Rund zum Kochen brachten. Kinder, die sich aufgrund des geringen Einkommens ihrer Eltern nämlich schlichtweg keine Karte für ein Spiel ihrer Lieblinge hätten leisten können. Dafür, dass auch für diese Kinder am Freitagabend das unbeschreibliche „Erlebnis Stadion“ wahr wurde, zeichnete „Dynamo für alle Kinder“ verantwortlich. Der im Oktober vergangenen Jahres auf Initiative der Fangemeinschaft Dynamo gegründete Verein hat mittlerweile in seiner Arbeit volle Fahrt aufgenommen.
Die zeitaufwendigen bürokratischen Hürden einer Vereinsgründung wurden erfolgreich genommen, ein eigenes Konto wurde eröffnet, die Homepage überarbeitet und aktualisiert. Erste Spenden vom Fanclub „Die Treuen Löwen“, der Fangemeinschaft Dynamo und von zahlreichen Einzelpersonen, unter ihnen auch unser ehemaliger Spieler Jens Jeremies, haben eine erste finanzielle Basis für die anstehenden Aufgaben des wohl schönsten aller dynamischen Vereine geschaffen.
Nun freuen sich die Aktivisten von „Dynamo für alle Kinder“ in den nächsten Wochen und Monaten auf viele strahlende Kinderaugen und auf noch mehr helfende Hände, ganz egal ob diese als Mitglied, Spender oder Unterstützer bei der Kartenausgabe und der Betreuung unserer glücklichen Nachwuchsdynamos tätig werden. Zahlreiche Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Anregungen oder Hilfsangebote gibt es auf der Homepage des Vereins. Auch bei Facebook ist „Dynamo für alle Kinder“ seit kurzem vertreten.
Die Fangemeinschaft Dynamo wünscht dem Verein „Dynamo für alle Kinder“ für die Zukunft jede Menge Spaß und jeden nur denkbaren Erfolg bei ihrer urdynamischen Aufgabe und bittet alle Dynamofans um tatkräftige Unterstützung!
Fangemeinschaft Dynamo |
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Freitag, 10. Februar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 45, Woche vom 27.01. bis 02.02.2012
Nach der Überraschung darüber, dass unser neuer Exklusiv-Partner die Dynamofans künftig mit einer „Stadionshow“ beglücken wird und dem Entsetzen über die neuen schicken Werbebanden, die trotz Warnungen der Fanvertreter beim letzten Turnustreffen, bereits beim Spiel am Freitagabend weitere Zaunfahnenplätze im Dynamostadion verdrängt haben werden, erreichte die Fangemeinschaft Dynamo am Mittwoch die nächste Hiobsbotschaft. Dr. Volker Oppitz, seit über eineinhalb Jahren Hauptgeschäftsführer von Dynamo, gab seinen Rücktritt bekannt.
Als Grund für den für viele Dynamofans überraschenden Ausstieg wurden in der anberaumten Pressekonferenz gesundheitliche Probleme genannt. Dies ist ein Grund, der einen Rücktritt absolut verständlich macht und ohne jede Einschränkung zu akzeptieren ist. Gesundheit ist mehr Wert als ein Job, Gesundheit ist wichtiger als Dynamo. Wir als Fangemeinschaft Dynamo halten allerdings auch fest, dass es uns innerhalb unserer Sportgemeinschaft auch bis zum heutigen Tag offenbar nicht gelungen ist, ein Klima zu schaffen, dass ein gesundheitsverträgliches Arbeiten dauerhaft möglich macht. Die Fangemeinschaft Dynamo betrachtet die nun von Volker Oppitz gezogene Reißleine deshalb als eine Niederlage des gesamten Vereins und damit auch als eine ganz persönliche.
Mit Volker Oppitz geht nicht nur ein Geschäftsführer von Bord, der in Sachen wirtschaftlicher Konsolidierung erstklassige Arbeit geleistet hat. Unter seiner Führung wurde Dynamo erfolgreich auf einen Weg von Vernunft und Solidität gebracht. Hochspekulative Zockereien und Leben auf Pump, die uns über Jahre hinweg in eine immer noch existenzbedrohende Verschuldung getrieben haben, gehören seit Volker Oppitz' Amtsantritt der Vergangenheit an. Sein bei der letzten Mitgliederversammlung klar artikuliertes Motto "So lange ich Geschäftsführer der SG Dynamo bin, wird nur das Geld ausgegeben, was eingenommen wird", seine Verlässlichkeit und Offenheit, haben neben schwarzen Zahlen und Schuldenabbau auch für ein völlig neues Bild Dynamos in der öffentlichen Wahrnehmung gesorgt. Die Fangemeinschaft Dynamo hat Volker Oppitz zudem auch und ganz besonders als einen Geschäftsführer kennen und schätzen gelernt, dem Fans und ihre Belange wichtig waren. Trotz klammer Kassen und den leider oftmals fehlenden Handlungsspielräumen aufgrund personeller und struktureller Defizite und vorhandenen Abhängigkeiten erlebten wir Volker Oppitz stets als ehrlichen, engagierten und konstruktiven Partner. Nichts anderes erwarten wir auch von seinem Nachfolger, nicht weniger werden wir angesichts der vorhandenen und anstehenden enormen Herausforderungen an uns alle von seinem Nachfolger einfordern.
Dem aktuell agierenden Interimsgeschäftsführer Stefan Henke wünscht die Fangemeinschaft Dynamo genauso großen Erfolg und noch stärkere Nerven wie seinem bisherigen Chef. Dr. Volker Oppitz dankt die Fangemeinschaft Dynamo für mehr als anderthalb Jahre gemeinsame erfolgreiche Arbeit. Wir wünschen ihm natürlich in allererster Linie Gesundheit und privates Glück, aber auch in absehbarer Zeit einen ihn ausfüllenden und glücklich machenden neuen Job. Uns wünschen wir, dass er uns als Fangemeinschaftsmitglied und Dynamofan erhalten und einfach so bleibt wie er ist.
Danke, Volker!
Fangemeinschaft Dynamo
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Donnerstag, 02. Februar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 44, Woche vom 20.01. bis 26.01.2012
Aufgrund der Vorkommnisse beim Pokalspiel in Dortmund schloss das DFB-Sportgericht am 2. November des vergangenen Jahres die SG Dynamo Dresden von der Teilnahme am DFB-Pokal 2012/13 aus. Das Urteil war nicht nur ein in seiner Form bisher einzigartiges, sondern in seinem Ausmaß auch eines, dass die Existenz unseres Vereins massiv bedroht. Es ist ein Urteil, dass die Anstrengungen all derjenigen die sich in Dresden für Fanarbeit einsetzen, mit Füßen tritt und die sichtbaren Erfolge dieser Arbeit komplett ausblendet. Es ist kein Urteil, das Fehlverhalten bestraft, sondern eines, das ausschließlich aus politischen Gründen gefällt wurde.
Viel wurde geschrieben und geredet über und rund um das betreffende Spiel. Vereinsvertreter, Verbandsfunktionäre, Polizeibeamte, Sicherheitsbeauftragte, sogenannte Fanforscher und zahllose Journalisten gaben nahezu im Minutentakt ihre Meinungen öffentlich zur Kenntnis. Sehr viel seltener und sehr viel unbeachteter tauchten dazwischen Bewertungen von Fanvertretern wie zum Beispiel der Fangemeinschaft Dynamo auf. Eine Gruppe jedoch wurde überhaupt nicht gehört, sie fand im Zuge der "Ermittlungen" schlichtweg nicht statt: die Dynamofans vor Ort. Um denen, die definitiv am besten wissen, worüber sie reden, ebenfalls eine Stimme zu geben, hatte die Fangemeinschaft Dynamo vor einigen Wochen alle dynamischen Dortmund-Fahrer dazu aufgerufen, ihre Erlebnisse aufzuschreiben und an uns zu schicken.
Die Resonanz war enorm. Siebzig zum Teil sehr detaillierte und ausführliche Augenzeugenberichte erreichten uns. Die Fans, die uns geschrieben haben, stammen dabei aus allen nur denkbaren Fangruppen und -schichten. Liest man ihre Erlebnisberichte, stellt man sehr schnell fest, dass sie neben einigen Konstanten auch Unterschiedlichkeiten, beispielsweise in der Bewertung und Gewichtung des Geschehenen aufweisen. Betrachtet man die Berichte der Dynamofans als Ganzes, ergeben sie jedoch ohne jeden Zweifel ein sehr genaues Bild dessen, was am 25. Oktober vergangenen Jahres tatsächlich passiert ist. Es ist ein Bild, das nicht einmal ansatzweise ein Urteil wie das im November ergangene rechtfertigt.
Alle eingegangenen Augenzeugenberichte wurden von uns lediglich anonymisiert. Wir bieten in diesem Augenzeugen verschiedenen Meinungen eine Plattform. Inhalte spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung des Vorstandes der Fangemeinschaft Dynamo wieder und werden ausschließlich zur Repräsentation der Meinungsvielfalt wiedergegeben. Alle Texte wurden unverfälscht am gestrigen Tag dem DFB in Form einer Sonderausgabe des „AUGENZEUGEN“ zur Verfügung gestellt. In Kürze wird das vom Verein angestrengte Revisionsverfahren stattfinden. Die Fangemeinschaft Dynamo hofft nicht darauf, dass die Entscheidungsträger sich die Zeit nehmen, die Augenzeugenberichte der Dynamofans zu lesen und dass sie bereit sind, die daraus gewonnenen Erkenntnisse in ihre Entscheidung einfließen zu lassen. Wir erwarten es.
Fangemeinschaft Dynamo
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Freitag, 27. Januar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 43, Woche vom 13.01. bis 19.01.2012
Neben alkoholfreiem Bier und vorurteilsbehafteten DFB-Funktionären sind auch Sommer- und Winterpause natürliche Feinde des Dynamofans. Kein Gezitter vorm Fernseher um den schwer erkämpften Punkt, keine lustige Auswärtstour mit Freunden, keine lautstarke Party mit Tausenden im Dynamostadion. Werden die Rasenpersonalien dann auch noch derart professionell an sämtlichen Boulevardblättern vorbei geplant wie in den letzten Monaten, kann es zwischen den Halbserien einer Saison schnell mehr als langweilig werden.
Die Fangemeinschaft Dynamo hat dieses Problem nicht. Genauso wie beim großen Bruderverein wird auch bei uns in der spieltagsfreien Zeit fleißig gearbeitet. So waren Vertreter der Fangemeinschaft Dynamo am vergangenen Wochenende beim Fankongress in Berlin und wenige Tage zuvor beim Bundestreffen von „Unsere Kurve“ in Köln für die Interessen von Fußballfans unterwegs. Nicht nur der bereits von uns angekündigte Offene Stammtisch am 4. Februar wird organisiert, auch für unsere Ende Februar stattfindende Mitgliederversammlung laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Inhalt unserer Fanhütte im Dynamostadion benötigt dringend ordnende Hände und defekte Fanbetreuerstände müssen bis zum Rückrundenstart wieder auf Vordermann gebracht werden. Aufgrund der Tatsache, dass wir ab diesem Jahr allen Fans auch die Möglichkeit anbieten, beitragsfreies Mitglied zu werden, wurden neue Mitgliedsausweise gestaltet und ebenso in Auftrag gegeben wie eine neue Auflage unseres ruck-zuck ausverkauften Fangemeinschafts-Schals. Einige unserer Mitglieder beschäftigen sich aktuell sehr intensiv damit, welche Probleme behinderte Fans in unserem Verein haben und wie man diese lösen kann und für unseren Vorstand stehen nicht nur wie gewohnt die turnusmäßigen Gespräche mit den Verantwortlichen der SGD auf dem Programm, sondern auch „außerplanmäßige“, wie zum Beispiel mit einem Sponsor, mit dessen Unterstützung wir gerade eine tolle Überraschung und Herausforderung zugleich für alle Dynamofans planen.
Wie man sieht, gibt es also viel zu tun für die Fangemeinschaft Dynamo. Sehr viel. Wer also von den aktuell ziemlich Gelangweilten Lust auf ein bisschen weniger Winter- und Sommerpausenlangeweile hat und darauf, ganz nebenbei noch ein bisschen was aktiv für Dynamo, für uns, für sich selbst zu tun: Wir haben noch Platz in unserem Team!
Fangemeinschaft Dynamo
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Donnerstag, 19. Januar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 42, Woche vom 06.01. bis 12.01.2012
„Wir allein können da sowieso nichts machen.“ oder „Das ist doch bei anderen auch so.“ sind Sätze die oft fallen, wenn sich Dynamofans über Fanschikanen oder die Kommerzialisierung ihres Sports unterhalten. Und sie haben mit beidem absolut Recht. Aber auch wenn diese Sätze in diesen Gesprächen oft dazu benutzt werden, um Resignation oder mangelnde eigene Aktivität zu begründen, sind sie eigentlich ein Hauptargument dafür, sich aktiv zu engagieren. Zum Beispiel in der Fangemeinschaft Dynamo.
Gestiegene Kartenpreise werden gegenüber Fanvertretern eines Vereins in schöner Regelmäßigkeit mit den ja noch viel höheren Preisen anderer Vereine gerechtfertigt. Der knüppelharte Kampf der anderen Vereine um Geldgeber wird ebenso regelmäßig als Argument für die Notwendigkeit des eigenen Kampfes und weiter verschwindende Zaunfahnenplätze benutzt. Die Entscheidung über personalisierte Eintrittskarten oder darüber, ob ein Spiel überhaupt stattfinden darf, wird längst außerhalb der Vereine und Verbände, etwa von der Polizei getroffen. Und wer will eigentlich die Hand dafür ins Feuer legen, dass eine, den eigenen Fans als Maßnahme des Heimvereins präsentierte Kürzung des Kartenkontingents, wirklich allein auf dessen Mist gewachsen ist und nicht vielleicht doch mindestens in gegenseitigem Einvernehmen stattfindet? Fakt ist: So untrennbar die Rivalität unter Fans zum Fußball gehört wie Tore und Bälle und so einzigartig Dynamofans ganz sicher sein mögen: Ohne überregional organisierte Fanvertretungen, ohne Zusammenarbeit mit den Fans anderer Vereine, ohne Geschlossenheit aller Fans bei Themen, die alle Fans betreffen, geht nichts. Auch nicht bei uns, auch nicht bei Dynamo.
Aus diesem Grund ist die Fangemeinschaft Dynamo selbstverständlich auch über den schwarzgelben Tellerrand hinweg für unsere Interessen als Fans aktiv und unterwegs. Und dies natürlich auch in der fußballfreien Zeit wie jetzt in der Winterpause. So war eines unserer Mitglieder beispielsweise am vergangenen Sonntag in Köln, um als Teilnehmer des Bundestreffens der Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“, bei der wir bereits seit drei Jahren Mitglied sind, mit Fanvertretern anderer Vereine über Themen wie Eintrittspreise, 50+1 oder die zukünftige Kommunikation mit dem DFB zu diskutieren.
Ein wichtiges Gesprächsthema war bei diesem Treffen auch die Vorbereitung des am Wochenende in Berlin stattfindenden Fankongresses. Zwei Tage lang werden dort in Workshops, bei Vorträgen und in Diskussionsrunden alle fanrelevanten Themen auf der Tagesordnung stehen. Fußballfans aus ganz Deutschland werden mit Gästen aus allen nur denkbaren Bereichen, Journalisten, Wissenschaftlern, Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Rechtsanwälten bis hin zu Vertretern vom Bezahlsender Sky oder von Amnesty International darüber diskutieren, wie die Zukunft des Fußballs und von Fankultur aussehen kann.
Erwartet werden in Berlin übrigens auch Vertreter des DFB. Dieser hat in den letzten Tagen seine Bereitschaft zu weiterem Dialog erklärt. Das ist begrüßenswert, auch wenn mancher Fan sich fragen könnte, wie das in der Praxis aussehen soll. Angesichts eines in diesen Tagen veröffentlichten Interviews mit Hendrik Große Lefert, dem Sicherheitsbeauftragten des DFB, der es in einem in diesen Tagen erschienenen Zeitungsartikel beispielsweise schafft, jede Legalisierung von Pyrotechnik auszuschließen und gleichzeitig den Ultras fehlende Kompromissbereitschaft zu attestieren, fragen wir uns das ehrlicherweise auch. Vielleicht gibt es ja darauf in Berlin eine zufriedenstellende Antwort. Wir werden darüber berichten.
Fangemeinschaft Dynamo
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Freitag, 13. Januar 2012 |
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