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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 41, Woche vom 01.01. bis 05.01.2012
Neues Jahr - neues Glück. Da wir dieses für 2012 nicht nur allen Dynamischen ganz persönlich wünschen, sondern natürlich auch unserem Verein als solchem und um nicht gänzlich unvorbereitet in die anstehenden zwölf Monate zu gehen, haben wir pünktlich zu Jahresbeginn mal einen Blick in unsere fangemeinschaftseigene Glaskugel geworfen. Einige der dort gesehenen Szenarien möchten wir den Dynamofans nicht vorenthalten. So wird's also:
Januar: Ruhig. So ruhig, dass die zwangsläufigen Vertragsverlängerungen der "Erfolgreichen Drei" die Schlagzeile des Monats werden. Etwas Aufregung nur am Monatsende, als exakt die Neuverpflichtungen präsentiert werden, deren Namen Morgenpost und BILD nicht im Repertoire hatten.
Februar: Dynamo bremst die Aufstiegsträume mehrerer Vereine mit einem grandiosen Rückrundenstart aus. Unser Pokalausschluss wird im Revisionsverfahren aufgehoben. Dortmunds Geschäftsführer Watzke erklärt, dies sei nun der endgültige Beweis, dass sein Verein nichts falsch gemacht hat.
März: Theo Zwanziger geht in Rente. Zeitgleich wird in der Frankfurter DFB-Zentrale ein lang gesuchtes Rechtsgutachten zum Thema „Pyrotechnik in Fußballstadien“ wiedergefunden. Die Fanbetreuer im Dynamostadion hören auf, sich darüber zu wundern, dass in ihrem neuen wetterfesten Container weder Füße frieren noch „Kreisel“ feucht werden.
April: Pünktlich zum Vereinsgeburtstag schafft Dynamo den Klassenerhalt. Gefeiert wird dies nicht nur in der Torwirtschaft und bei Ackis, sondern auch in der neueröffneten Fankneipe im Dynamostadion. Beim alljährlichen SGD-Cup gibt es einen neuen Teilnehmerrekord; Pokalgewinner wird die Fangemeinschaft Dynamo.
Mai: Dynamo beendet die Saison auf Platz 6 und scheitert in der Zuschauertabelle nur aufgrund der dämlichen Pufferzonen knapp an Rang 2. Zur Freude über die Entscheidung, dass diese in der nächsten Saison abgeschafft werden, gesellt sich Erleichterung über die Nachricht, dass DFB und Vertreter der Initiative „Pyrotechnik legalisieren“ einen Kompromiss gefunden haben.
Juni: Sommerpause. Einziger Aufreger ist die Auslosung für den DFB-Pokal: Losfee Hans Sarpei zieht für uns Borussia Dortmund. Das ZDF verhängt für Sportmoderator Poschmann eine Urlaubssperre. Dortmunds Polizeidirektor Andres erleidet einen Schwächeanfall, erholt sich aber schnell, nachdem man ihm mitteilt, dass Dynamo Heimspiel hat. Hans-Joachim Watzke beteuert dennoch vorab die Unfehlbarkeit des ehemaligen Deutschen Meisters.
Juli: Während das restliche Schland immer noch über die knappe Niederlage im EM-Finale gegen Dänemark trauert, verpflichtet Dynamo still und unbemerkt mehrere EM-Teilnehmer. Bereits eine Woche vor Beginn des Jahreskartenvorverkaufs kampieren hunderte Fans am Dynamostadion. Die Volksfeststimmung an der Lennestraße wird unterstützt von trockenem Sommerwetter und feuchter Unterstützung durch Dynamosponsor Feldschlösschen.
August: Saison- und Baubeginn - die Renovierung des Steinhauses beginnt. Die Kosten werden von dynamischen Sponsoren getragen, die sich eigens dazu in einem sogenannten „Steinhaus-Pool“ organisiert haben. Zum ersten Spatenstich finden sich fast einhundert Dynamofans als freiwillige Helfer ein. Regionale und überregionale Medien berichten ausführlich darüber.
September: Dynamo begrüßt das fünfzehntausendste Vereinsmitglied und steht erstmals auf Platz 1 der Zweiten Liga. Mit den Einnahmen aus dem Kantersieg im DFB-Pokal wird außerplanmäßig ein erheblicher Teil der noch ausstehenden Stadtschulden getilgt. Fraktionsübergreifend beschließt der Stadtrat, auf die Rückzahlung des Restes zu verzichten.
Oktober: Mitgliederversammlung. Auf dreiundfünfzig Powerpointfolien präsentiert Geschäftsführer Volker Oppitz zehntausend anwesenden Mitgliedern sechs Stunden lang wieder einmal tiefschwarze Zahlen. MDR-Umfragen vor dem Versammlungsort "Dynamostadion" ergeben, dass viele Mitglieder mit dem Begriff „Investorenpool“ nichts anfangen können.
November: Erstmals bei einem Spiel von Dynamo ist die Sektorentrennung zwischen K-Block und der gerade in "Walter-Fritzsch" umbenannten Westtribüne aufgehoben. Ebenfalls Premiere feiert der Komplettzusammenbruch des hochmodernen Kartenbezahlsystems. Außer einem Umsatzrekord für Caterer Reiche und einer spontanen gemeinsamen Polonaise von Steh- und Sitzplätzlern durch das offene Rolltor sind keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen.
Dezember: Beim letzten Heimspiel des Jahres zeichnet der DFB die Dresdner Anhänger mit dem erstmals verliehenen „Vorzeigefan“ aus. Als Preis gibt es einen freundlichen Händedruck und ein lustiges Maskottchen, welches vor Anpfiff präsentiert wird. Nachdem dieses unter einem Pfeifkonzert, dass Medien am nächsten Tag mit "von nie dagewesenem Ausmaß" beschreiben, in die Katakomben des Stadions geflüchtet ist, feiern dreißigtausend Dynamofans gemeinsam sich und ihren Herbstmeister 2012.
Da unsere Kugel zwar eine hundertprozentige Zuverlässigkeit, inklusive des hier beschriebenen aber auch nur einen einzigen Praxistest aufzuweisen hat, sind alle Angaben ohne Gewähr. Beschwerden über etwaige Abweichungen richtet ihr deshalb bitte ausschließlich an unseren Aufsichtsratsvorsitzenden oder einen DFB-Funktionär eurer Wahl.
Die Fangemeinschaft Dynamo wünscht allen Dynamofans ein gesundes, ein erfolgreiches, ein dynamisches neues Jahr!
Fangemeinschaft Dynamo
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Freitag, 06. Januar 2012 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 40, Woche vom 16.12. bis 22.12.2011
Der letzte AUGENZEUGE des Jahres 2011 beginnt mit einem dicken Dankeschön. Es kommt von unserem achtjährigen Fangemeinschaftsmitglied Florian und es geht an unsere Spieler Wolfgang Hesl, Robert Koch, Benny Kirsten und Maik Kegel sowie unseren Cheftrainer Ralf Loose. Für Florian und zwei weitere Kinder erfüllte sich nämlich am Montag ein langersehnter Wunsch, als Spieler und Trainer sich mit ihnen zum Kickern und Quatschen trafen. Obendrein gab es für alle Trikots, Poster und Autogrammkarten satt. Organisiert wurde das Ganze von „Sonnenstrahl“, einem Verein, der sich um krebskranke Kinder und Jugendliche kümmert (http://sonnenstrahl-ev.org/content/) Die Fangemeinschaft Dynamo schließt sich diesem Dankeschön natürlich an und wünscht Florian und allen tapferen Kindern, die vom "Sonnenstrahl" betreut werden, von ganzem Herzen weiterhin viel Kraft und Durchaltevermögen.
Es war ein turbulentes Jahr, dieses Dynamojahr 2011, so wie es sich für unsere Sportgemeinschaft fast schon traditionell gehört. Es war ein Jahr mit manchem Tiefschlag und mit wesentlich mehr großartigen Momenten. Niemand von uns wird den sensationellen Sprung in die Relegation auf dem Bieberer Berg, den nervenzerfetzenden Aufstiegskrimi in Osnabrück oder das Fußballwunder gegen Leverkusen vergessen. Es war ein Jahr der weiteren konsequenten wirtschaftlichen Konsolidierung unseres Vereins und es war ein Jahr eines Mitgliederzuwachses, der jede optimistische Erwartung um ein Vielfaches übertraf. Es war ein Jahr, in dem die Fans ihr Dynamostadion und die Stadien unserer Gegner wieder einmal regelmäßig zu Tausenden stürmten und es war eines, in dem manche dieser Fans leider auch wieder einmal bestehende Vorurteile uns gegenüber bestätigen mussten. Das Jahr 2011 war ein Jahr voll mit sportlichem Erfolg, mit tollen Toren, vielen Punkten und grandiosen Siegen. Und es war ein Jahr, in dem uns der Herzinfarkt eines Dynamofans beim Pokalspiel im Stadion oder Florians Dankeschön am Anfang dieses Wochenrückblicks vor Augen geführt haben, wie völlig unwichtig und unbedeutend ein verschossener Elfmeter oder ein verlorenes Fußballspiel letztendlich sind.
Mit diesem abschließenden und unserer Meinung nicht nur in der Weihnachtszeit wichtigen Gedanken, möchte sich die Fangemeinschaft Dynamo bei allen Spielern, Trainern, Angestellten, Gremienmitgliedern, Sponsoren und vorallem den Fans für ein fantastisches Jahr 2011 bedanken. Wir wünschen allen Dynamos, ihren Familien und Freunden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein ganz sicher mindestens genauso tubulentes, erfolgreiches, dynamisches Jahr 2012.
Fangemeinschaft Dynamo
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Freitag, 23. Dezember 2011 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 39, Woche vom 08.12. bis 15.12.2011
Einen beinahe historischen Sieg auf dem Rasen errungen und dennoch als Sportgemeinschaft verloren haben wir am vergangenen Sonntag. Gerade in der angespannten Situation durch die aus unserer Sicht richtige Entscheidung, gegen das DFB-Urteil Revision einzulegen, erwartet die Fangemeinschaft Dynamo, dass alle Dynamofans begreifen, dass jeder Zwischenfall derzeit dem Verein immens schaden kann, deutlich mehr, als noch vor einigen Wochen. Den Vorfällen zu Beginn des Spiels im K-Block erteilen wir eine klare Absage!
Die Fangemeinschaft Dynamo unterstützt die Initiative „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“. Dies tun wir vor allem für Fans, die Pyrotechnik als Stilmittel und als emotionale Untermalung kontrolliert einsetzen wollen. Wir tun dies nicht für Fans, die jenseits jeder Vernunft und ohne Sinn und Verstand ihren eigenen Kopf mit vereinsschädigender Unbelehrbarkeit durchsetzen wollen. Wir sagen, wer jetzt nicht die Füße stillhalten kann, schadet dem Verein bewusst!
Nicht nur unsere Cottbuser Gäste, sondern alle Fußballfans sind die Verlierer der gemeinsamen Entscheidung von Verein und Polizei, das Kontingent an Gästekarten zu beschneiden. Statt der den Cottbusern zustehenden rund 2.900 Karten wurden ihnen lediglich 1.500 zur Verfügung gestellt. Damit hat die SG Dynamo Dresden sowohl gegen die in den „Durchführungsbestimmungen zur Spielordnung“ des DFB festgelegte sogenannte 10-Prozent-Regel, als auch den in unserer Fancharta festgelegten Gleichbehandlungsgrundsatz von Gästefans verstoßen.
Nach den Vorfällen in Dortmund und dem daraus resultierenden Exempel ist es nachvollziehbar, dass die Geschäftsführung unseres Vereins bereits im Vorfeld von sogenannten „Risikospielen“ versucht, sich zu schützen. Dafür hat die Fangemeinschaft Dynamo Verständnis. Allerdings werden wir nicht akzeptieren, dass diese Maßnahmen ausschließlich auf Repressionen gegen Fans beruhen. Die Reduzierung des Kartenkontingentes für unsere Gäste ist ein Einschnitt, der aus Sicht der Fangemeinschaft Dynamo nicht zu tolerieren ist. Tausende friedliche Fans werden von Fußballspielen ausgeschlossen, wenn diese Maßnahme Schule macht. Gerade Dynamofans sind von solcherart Einschränkungen stark betroffen, weil sie das eigene Kontingent regelmäßig ausschöpfen.
Die Fangemeinschaft Dynamo protestiert gegen diese Beschneidung von Fanrechten und fordert den Verein auf, künftig sowohl unseren Gastvereinen die ihnen zustehenden Karten zur Verfügung zu stellen, als auch konsequent darauf hin zu wirken, dass andere Vereine dies uns gegenüber ebenfalls tun. Aus unserer Sicht handelt es sich bei der Reduzierung von Kartenkontingenten für Gästefans um puren Aktionismus, der schnell in die tatsächlich wichtigen, richtigen und die Situation ändernde Bahnen geleitet werden muss. Das Unterstützungsangebot der Fangemeinschaft Dynamo hat nach wie vor Bestand.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Freitag, 16. Dezember 2011 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 38, Woche vom 02.12. bis 07.12.2011
Mit fünf Euro kann man als Dynamofan an einem Spieltag verschiedene Dinge tun. Man kann ohne Parkschein an der Cockerwiese parken, sich eine Schachtel Zigaretten kaufen oder zwei halb gefrorene, halb verkohlte Stadionwürste. Oder man gibt den Fünfer sinnvoll aus, richtig cool und wirklich dynamisch. Zum Beispiel für ein Los des „Dynamischen Adventskalenders“.
Ein Rundflug mit einem Doppeldecker, ein Kleinbus für die nächste Auswärtsfahrt, VIP-Tickets für Dynamo oder die Eislöwen, Hotel- und Restaurantgutscheine - die Preise, die es bei der Aktion von Dehli-News zu gewinnen gibt, sind so toll und so vielfältig wie Dynamofans. Mindestens genauso zum Mitmachen anspornend, wie die möglichen Gewinne ist aber die fantastische Idee, die hinter dem „Dynamischen Adventskalender“ steht: Sämtliche Einnahmen fließen nämlich zu 100 Prozent zu gleichen Teilen an „Zukunft Dynamo“ und „Dynamo für alle Kinder“, zwei Vereine, die dynamischer nicht sein könnten.
Bereits seit über zehn Jahren ist „Zukunft Dynamo“ (http://www.zukunft-dynamo.de/) unermüdlich für unseren Nachwuchs im Einsatz. Mit unglaublicher Kreativität, riesigem Engagement und unermüdlicher Ausdauer sammelten die Aktivisten in dieser Zeit bereits über 100.000 Euro für unsere schwarzgelben Profis von morgen. „Zukunft Dynamo“ hat damit maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Nachwuchskicker in den vergangenen Jahren so großartige sportliche Erfolge feiern konnten.
„Dynamo für alle Kinder“ (http://www.dynamo-fuer-alle-kinder.de/) wurde auf Initiative der Fangemeinschaft Dynamo im Oktober dieses Jahres gegründet. Der Verein sammelt Spenden, erwirbt damit von Dynamo rabattierte Eintrittskarten und gibt dann mit diesen Karten auch Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen die Möglichkeit, ihre Lieblinge live im Stadion anfeuern zu können. Auf diese tolle Art trägt „Dynamo für alle Kinder“ einen großen Teil dazu bei, dass Dynamo auch künftig ein Verein für ALLE bleibt.
Allen Dynamofans, die diese zwei Vereine gern unterstützen wollen, möchte die Fangemeinschaft Dynamo deshalb den Kauf eines Loses des „Dynamischen Adventskalenders“ ans Herz legen. Möglich ist dies für alle Stadionbesucher am Sonntag an unserer Fanhütte hinter dem K-Block, an den mobilen Ständen der Fanbetreuer und bei zusätzlichen Losverkäufern, die überall im heiligen Rund unterwegs sein werden. Bitte habt nach Möglichkeit passendes Geld dabei. Wer nicht live beim Spiel gegen Cottbus dabei sein kann oder nicht mehr so lange warten will, kann sich Lose natürlich auch ganz einfach im Webshop des „Dynamo-Wochenkalenders“ in persönliches Eigentum klicken. Den Shop - und natürlich alle Informationen zur Aktion - findet ihr auf http://www.dynamo-wochenkalender.de/ Wie es sich für einen anständigen Adventskalender gehört, läuft die Aktion bis Heiligabend.
Also, auf geht’s, Sportgemeinschaftler! Dynamo machen - Lose kaufen!
Fangemeinschaft Dynamo |
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Freitag, 09. Dezember 2011 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 37, Woche vom 25.11. bis 01.12.2011
Ungerecht, ignorant, kontraproduktiv und dumm. Alle diese und noch mehr Bezeichnungen verdient das „Urteil“, das ein mittlerweile völlig überforderter DFB in der vergangenen Woche über unseren Verein verhängte. Ein „Urteil“, das einer Kriegserklärung gegenüber der SG Dynamo Dresden gleichkommt und das in Sachen Unverfrorenheit nur in seiner Begründung übertroffen wird. Ein „Urteil“, bei dem jeder ernsthafte Gedanke über Verhältnismäßigkeit oder Sinn ein verschwendeter ist. Ein Urteil, das jedem in den Allerwertesten tritt, der sich ehrenamtlich um Fanbelange kümmert und mit großem Einsatz teilweise sehr erfolgreich versucht, rund um Dynamo einiges zu verändern. Ein Urteil, gegen das es konsequent und kompromisslos zu kämpfen gilt, auch juristisch. Die eingereichte Revision gegen das Urteil des Sportgerichts begrüßt die Fangemeinschaft Dynamo deshalb ausdrücklich. Wir werden unsere Geschäftsführung und unsere Gremien dabei - wie auch bei möglichen zivilrechtlichen Schritten - uneingeschränkt unterstützen.
Eine Vielzahl von Zuschriften haben wir mittlerweile auf unseren Aufruf, uns eure persönlichen Erlebnisse vom Dortmundspiel zu schildern, erhalten. Wir möchten euch um Verständnis bitten, dass es uns unmöglich ist, persönlich zu antworten. Wir können euch jedoch versichern, dass wir alles aufmerksam lesen und jeder Text - natürlich anonymisiert - so wie er bei uns angekommen ist, auch Teil des Gesamtpaketes werden wird. Im Laufe der nächsten Woche wird die Fangemeinschaft Dynamo damit beginnen, konkrete, umsetzbare Ideen zu entwickeln, wie man diese Augenzeugenberichte so sinnvoll und wirksam wie nur möglich einsetzen kann. Bis dahin rufen wir nochmals alle Dynamofans auf, uns ihre Dortmund-Erlebnise zu schicken. Schreibt eure Eindrücke auf, sagt uns, was euch bewegt hat und nach wie vor bewegt, macht euch Luft! Jede Email ist wichtig, jede einzelne zählt.
Ein weiteres probates, sinnvolles und richtig cooles Mittel, sich gegen den Angriff auf unsere SGD zu wehren, ist lautstarker und optischer Protest im Dynamostadion. Die Ultras Dynamo haben für das Spiel gegen den FSV Frankfurt bereits dazu aufgerufen. Die Fangemeinschaft Dynamo unterstützt diesen Aufruf nicht nur verbal, sondern wird auch selbst mit Spruchbändern ihre Meinung zur aktuellen Situation kundtun. Wir rufen alle Fans auf, ebenfalls aktiv zu werden. Macht aus eurem Herzen keine Mördergrube. Schreibt auf Tapete, Pappe oder Stoff einfach was ihr denkt. Macht das deutlich und eindeutig, witzig und kreativ, ehrlich und kritisch!
Ebenso klar und deutlich - und ausdrücklich nicht nur auf das nächste Spiel bezogen - rufen wir alle dynamischen Fans dazu auf, trotz allem besonnen zu bleiben! Lassen wir uns nicht zu Dummheiten provozieren! Auch wenn die Wut und der Frust darüber, dass unser Verein momentan als Spielball benutzt wird, absolut verständlich sind, sollten wir den Zwanzigers dieser Welt auf keinen Fall neue Argumente für ihr abstoßendes Spiel liefern. Gönnen wir ihnen nicht die Genugtuung, wieder mit ihren Fingern auf uns zeigen zu können. Zeigen wir nicht nur am Sonntag einfach nur genau das, was uns wie keinen anderen Verein auszeichnet und was Dynamofans von allen anderen Fans abhebt. Zeigen wir unsere Geschlossenheit und unsere Einzigartigkeit. Lasst uns einfach Dynamo sein. Jetzt erst recht!
Fangemeinschaft Dynamo |
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Freitag, 02. Dezember 2011 |
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AUGENZEUGE – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 36, Woche vom 18.11. bis 24.11.2011
Die vergangene Dynamowoche verdient in den Augen der Fangemeinschaft Dynamo mindestens ein „Gut“. Selbst die knappe Niederlage gegen die ultimativen Langweiler des Fußballostens und die gestern verhängte Strafe des DFB gegen unseren Verein ändern daran nichts. Möglich wurde dieses Prädikat, weil es Vereinsführung, Mitgliedern und Fans, weil es der Sportgemeinschaft gelang, die Verbohrtheit des DFB und das kleine sportliche Tief zu kompensieren.
Keine Zockerei auf Bundesliga und kein Leben auf Pump mehr, stattdessen Vernunft und gesundes Wirtschaften. So lautete die klare Botschaft, die Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Oppitz bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Sonnabend ans Ende seines hervorragenden Wirtschaftsberichtes stellte. Die anwesenden Mitglieder quittierten dies mit ebenso lautem Beifall, wie die vorher präsentierten erfreulichen Zahlen der vergangenen Saison. Die Fangemeinschaft Dynamo begrüßt ausdrücklich, dass die Zeiten unrealistischer Träumereien und wirtschaftlichen Roulettes vorbei sind und hoffentlich unumkehrbar der Vergangenheit angehören.
Einmal mehr ihre Unverzichtbarkeit für die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden stellten die Ultras Dynamo am Sonntag mit einer sensationellen Choreografie unter Beweis. Besonders an die Tatsache, das nahezu alle Dynamofans im Stadion in das atemberaubende Bild aktiv eingebunden wurden, sollten wir alle denken, wenn Verbände, Politik, Polizei oder Medien auch in Zukunft in regelmäßigen Abständen Ultras als Hort allen Übels dieser Fußballwelt entdecken, um damit alte und neue Fanschikanen zu begründen. Gelingt es uns allen künftig noch besser, uns auch in Krisen nicht auseinander dividieren zu lassen, ist das die beste Grundlage dafür, unsere gemeinsamen Interessen noch erfolgreicher vertreten zu können und unseren Verein in allen Belangen voranzubringen.
Als ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir Dynamofans uns wieder intensiver mit uns selbst und mit Fankultur insgesamt auseinandersetzen, darf sicherlich das stark gestiegene Interesse an der Fangemeinschaft Dynamo gesehen werden. Nicht nur die unzähligen Emails an und Gespräche mit uns in den letzten Wochen oder die im Vergleich zu früheren Veranstaltungen gute Resonanz auf unseren Offenen Stammtisch nach dem Spiel gegen den Schacht, lassen diesen Rückschluss zu. Auch unsere Mitgliederzahl wächst kontinuierlich und in den letzten Wochen verstärkt an. So konnten allein in der letzten Woche 38 neue Fangemeinschaftler begrüßt werden, darunter am vergangenen Sonnabend auch zwei „Prominente“: Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Oppitz und Präsident Andreas Ritter füllten an unserem Stand einen Antrag aus und sind nun ebenfalls Mitglieder der Fangemeinschaft Dynamo. Wir betrachten dies sowohl als Anerkennung unserer bisherigen Arbeit für die SGD, als auch als Auftrag, künftig noch besser zu werden und hoffen, das sich noch mehr Dynamofans dafür entscheiden, ein fester Teil der Fangemeinschaft Dynamo zu werden.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Freitag, 25. November 2011 |
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Augenzeuge – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 34, Woche vom 03.11. bis 10.11.2011
Am vergangenen Donnerstag hat die Fangemeinschaft Dynamo einen Konzeptentwurf an die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden übergeben. In ihm wird beschrieben, welche Wege und welche Maßnahmen wir für notwendig und sinnvoll erachten, um die präventive Fanarbeit bei Dynamo weiter zu optimieren, Vorkommnisse wie in Dortmund künftig weiter zu minimieren und damit den Trend der letzten Jahre noch erfolgreicher fortzusetzen.
Unser Konzeptentwurf ist einer, dessen Inhalt ganz klar gegen den aktuellen Strom schwimmt. Er setzt komplett andere Prioritäten als die in den vergangenen Tagen wie aus dem Nichts aufgetauchten Heerscharen selbsternannter Experten und er enthält völlig andere Vorschläge als jene, die momentan regelrecht durch sämtliche Medien geprügelt werden.
Über Verbote ganzer Fangruppen und über die Abschaffung von Stehplätzen wird da ernsthaft diskutiert, Auswärtsfahrverbote und personalisierte Karten als Heilmittel beschworen. Martin Kind, der Präsident von Hannover 96, fordert drastisch höhere Eintrittspreise und Chefpopulist Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft will zum hundertsten Mal die Vereine an den Einsatzkosten beteiligen. DFB-Präsident Theo Zwanziger erfindet mit zorniger Stimme völlig absurde Kausalitätsketten zwischen Hassgesängen, Pyrotechnik und Gewalt und verlangt mit markigen Worten von Fußballvereinen Dinge, welche nach eigener Aussage nicht einmal die Polizei zu gewährleisten im Stande ist. Und selbst studierte Juristen, wie der von Dynamo mit dem Fall „Pokalausschluss“ beauftragte Rechtsanwalt Christoph Schickhardt, sind sich nicht zu schade, in der Öffentlichkeit mindestens indirekt Selbstjustiz und Faustrecht als legitimes Mittel zur sogenannten „Selbstreinigung“ und Pflicht aller „wahren“ Dynamofans zu propagieren.
Der Konzeptentwurf der Fangemeinschaft Dynamo ist völlig anders. Die Arbeit an Ursachen ist für uns der einzige gangbare Weg und nicht etwas das wir „eigentlich auch ganz gut finden“. Strafen und Verbote sehen wir als legitimes Mittel, um damit nachgewiesene Vergehen Einzelner zu ahnden. Wer nachweislich etwas Falsches tut, muss die Konsequenzen tragen. Ohne Wenn und Aber. Strafen für Fangruppen, Fangemeinden und/oder Fußballvereine und sanktionierende Verbote sind jedoch nicht nur absolut unverhältnismäßig und rechtlich mindestens fragwürdig, sondern noch dazu praktisch auch völlig nutzlos und kontraproduktiv. Oder hat das schon immer geltende Verbot von Pyrotechnik nur einen einzigen ihrer Anhänger vom Zündeln abgehalten und wird es das künftig etwa tun? Wie sollen tausende personalisierte Karten denn an einem Stadiontor tatsächlich kontrolliert werden? Und welchen Fußball sollen leere Gästekurven, astronomische Kartenpreise und die Bestuhlung von Stehplatzblöcken eigentlich retten? Den völlig steriler Events á lá „Premier League“ oder „Red Bull Leipzig“ etwa? Nein, nichts von all den ganzen derzeit wieder einmal groß in Mode gekommenen populistischen Hau-drauf-Ideen wird irgendeinen effektiven positiven Wert haben. Sie sind lediglich Ausdruck von Hilflosigkeit, fehlender Professionalität und simplem Streben nach möglichst viel öffentlichem Applaus.
Die Fangemeinschaft Dynamo setzt in ihrem Konzeptentwurf völlig andere Prioritäten. Wir setzen diese in dem klaren Bewusstsein, das sie dem aktuell vorhandenen Trend entgegenstehen. Die Grundpfeiler unseres Konzeptes sind die noch größere Unterstützung und Förderung all derer, die positiv für unseren Verein aktiv sind und der Ausbau eines noch umfassenderen, vereinseigenen Fanbetreuungsnetzes, auch und besonders auf dem Gebiet typischer Sozialarbeit.
Unsere Vorschläge dazu sind konkret. Dynamofans brauchen mehr und neue Ansprechpartner und Bezugspersonen, egal ob bei Auswärtsfahrten oder dann, wenn es um ganz alltägliche persönliche Probleme und Schwierigkeiten geht. Fanvertreter sollten künftig intensiv in Spieltagsvorbereitungen eingebunden werden, dazu gehört auch die aktive Beteiligung an der Ausarbeitung von Sicherheitskonzepten. All diejenigen, besonders die ehrenamtlich Agierenden, die sich aktiv in Fanarbeit und Vereinsleben engagieren, brauchen noch bessere Arbeitsbedingungen. Hier beginnt unser aller Aufgabenfeld bei einem wasserdichten Dach über Fanbetreuerköpfen im Stadion und endet noch nicht bei der Schaffung einer „Vereinsheimat“ in geeigneten Räumlichkeiten.
Unbedingt und maßgeblich zu verbessern gilt es nach unserer Ansicht das persönliche Bewusstsein von Fans, ihrem eigenen Verein Schaden zuzufügen. Hier muss dringend daran gearbeitet werden, das Wir-Gefühl innerhalb des Vereins, also aller seiner Mitglieder und Fans zu erhöhen. Ein Mitglied, welches das Gefühl hat, mit all seinen Interessen in seinem Verein tatsächlich ernst genommen zu werden, wird mit geringerer Wahrscheinlichkeit dafür sorgen, dass dieser Verein Strafen zahlen muss. Fans, die sich in ihrem Stadion wirklich umfassend wohl fühlen, die sich nicht durch Gitterzäune oder Konfetti- und Nuckelflaschenverbote gegängelt und als nerviges Sicherheitsrisiko empfinden, werden wesentlich größere Skrupel haben, Farbbeutel oder Steine an die Fassade ihres Stadions zu werfen. Auch dann, wenn ein ungeliebter fremder Name dransteht. Und Fans, die sich in ihrem Bemühen um den Erhalt ursprünglicher dynamischer Fankultur als gleichberechtigt gegenüber den Interessen von Sponsoren und Vermarktern empfinden, werden sich sicher noch mehr ermutigt fühlen, denjenigen Fans, die sich außerhalb vereinsinterner Regeln stellen, noch eher und noch entschlossener entgegenzutreten.
Unser Entwurf wird ganz sicher von manchen als falsch verstandene Rücksicht oder als Sozialarbeiterromantik abqualifiziert und als Relativierung und Tolerierung von Fehlverhalten und Straftaten verleumdet werden. Diese Stimmen wird es geben, es gibt sie bereits. Es gibt sie, auch wenn es nur sehr wenige sind, sogar innerhalb unserer Fangemeinde. Die Fangemeinschaft Dynamo geht dennoch das Risiko ein, in der gerade sehr lauten und sehr populären Meute der Hardliner nicht mitzuheulen. Wir tun dies ganz bewusst und wir tun es aus vollster Überzeugung. Wir tun es deshalb, weil es uns im Gegensatz zu den meisten der vielen selbst ernannten Sheriffs nicht darum geht, sich auf Kosten Dynamos zu profilieren, persönliche Interessen durchzusetzen oder von eigenen Fehlern und Problemen abzulenken. Unser Ziel ist schlicht und ergreifend, Dynamo für uns alle noch besser zu machen. Ganz praktisch und ganz pragmatisch, gemeinsam und nachhaltig. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Verantwortlichen und die überwältigende Mehrheit der Mitglieder und Fans der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden uns dabei unterstützen werden.
Fangemeinschaft Dynamo
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Freitag, 11. November 2011 |
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Augenzeuge – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 33, Woche vom 28.10. bis 02.11.2011
Für die Fangemeinschaft Dynamo war die vergangene Woche zweifellos eine der turbulentesten ihrer Geschichte. Sorgten die Ereignisse rund um unser Pokalspiel selbst bereits für zahlreiche Reaktionen, so ließ unsere Stellungnahme vom Donnerstag Postfächer platzen und Telefone glühen. Dynamofans, Fans anderer Vereine, Leute die mit Fußball sonst nichts am Hut haben, Medienvertreter – die Mischung der Personen, die sich bei uns meldeten, war genauso bunt wie die Inhalte. Während die einen einfach einmal ihrem Frust über Fans, Medien oder Polizei Luft machten, versuchten die nächsten Dinge zu analysieren. Wieder andere hatten ganz konkrete Vorschläge und Ideen. Die Fangemeinschaft Dynamo bedankt sich bei allen, die uns geschrieben haben. Auch wenn es uns leider unmöglich sein wird, alles zu beantworten – gelesen und aufgenommen wurde und wird jeder Satz. Versprochen.
Wie aber nun weiter? Zunächst sollten wir alle versuchen, uns von Journalisten, Funktionären und selbsternannten Experten nicht unser Selbstbewusstsein und unseren Stolz nehmen zu lassen. Wir haben nämlich allen Grund stolz zu sein, auch auf das Spiel am vergangenen Dienstag. Wir können stolz sein auf über 10000 lautstarke und friedlich feiernde Fans. Auf eine Fanbetreuerin, die in Eigeninitiative zwölf Fanbusse organisiert hat und darauf, dass von sämtlichen Busunternehmen ausschließlich positive Rückmeldungen kamen. Wir können stolz sein auf tausende Dynamos, die völlig problemlos zwischen und mit Dortmundern zurück zu ihrem Auto liefen und sich ruhig und gelassen an zahllosen Raststätten in die Kassenschlangen stellten. Und nicht zuletzt können wir stolz sein auf eine Mannschaft, die dem amtierenden deutschen Meister richtig Paroli bot.
Für wichtig erachtet die Fangemeinschaft Dynamo auch, dass wir uns nicht untereinander in gegenseitigen Schuldzuweisungen verlieren. So richtig und notwendig es selbstverständlich ist, dass für erwiesenes Fehlverhalten Einzelner entsprechende Konsequenzen folgen, so unnütz und kontraproduktiv ist es, regelrecht hysterisch verallgemeinernd mit dem Finger auf andere, aufeinander zu zeigen. Der Ruf nach Sippenhaft und wildes Umherwerfen mit Pauschalisierungen mögen vielleicht dazu taugen, Frust und Wut abzubauen, bleiben aber schlussendlich doch nur nutzlose Luftblasen und spielen nicht nur jenen in die Hände, die ein persönliches Interesse an einer zerstrittenen Fangemeinde haben, sondern auch denen, gegen die sich der Ärger ursprünglich und berechtigterweise richtete.
Der Strafantrag beim Sportgericht des DFB, der den Ausschluss der SG Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal der Saison 2012/2013 beinhaltet, zeigt uns deutlich, wie weit Verbände gehen können, wenn man ihnen nicht selbstbewusst die Stirn bietet. Dynamo agiert im Moment aus der Position des Ertappten mit Betroffenheit, statt die bereits angedeutete Machtlosigkeit gegenüber Dingen, die kein Verein der Bundesrepublik beeinflussen kann in den Vordergrund zu rücken. Ein Strafmaß, das im Zweifelsfall millionenschwer ist, darf unser Verein nicht akzeptieren.Nicht für Geschehnisse, die in beinahe keinem anderen Stadion Deutschlands hundertprozentig verhindert werden können. Für die undifferenzierte Darstellung einiger Medien darf sich Dynamo nicht opfern lassen!
Mindestens ebenso wichtig wie die nüchterne Analyse des Geschehenen ist der gemeinsame Blick nach vorn. In ihrer Erklärung zu den Ereignissen in Dortmund hat die Fangemeinschaft Dynamo ihren Fokus bewusst genau darauf gelegt. Wir haben Dinge angemahnt, Mängel beschrieben und auf die zwingende Notwendigkeit hingewiesen, gerade jetzt noch viel mehr zu tun. Unsere Worte sollen und werden keine leeren bleiben. Die Fangemeinschaft Dynamo erarbeitet aktuell ein Konzept, welches sie in den kommenden Tagen den Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden vorlegen und mit ihnen beraten wird. Es wird ein Konzept sein, das Praxistauglichkeit und Nachhaltigkeit vor zufriedenes Nicken von Verbandsfunktionären und Medien stellt. Eines, das Grundsätzliches in Frage stellt, eines das versucht, immer wiederkehrenden nutzlosen Aktionismus durch mittel- und langfristige Lösungen zu ersetzen. Es wird ein Konzept sein, das alle fordert. Unsere gesamte Sportgemeinschaft.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Donnerstag, 03. November 2011 |
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Augenzeuge – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo |
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Nr. 32, Woche vom 21.10. bis 27.10.2011
„Schals wechselten den Besitzer.“ In diesem ironisch-verharmlosenden Jargon wird manchmal unter Fans beschrieben, dass Anhängern eines Vereins denen eines anderen Vereins Fahnen, Schals oder sonstige Fanutensilien gestohlen haben. Dass es in vielen Vereinen Fangruppen gibt, welche dies untereinander als einen legitimen Teil ihres Verständnisses von Fansein, als eine Art Wettbewerb betrachten, wirkt auf die meisten befremdlich und verstörend. Toben sich die Anhänger dieses „Hobbys“ an Unbeteiligten aus, an Fans, welche nicht zu ihresgleichen gehören, wird aus verständnislosem Kopfschütteln schnell Ablehnung und Empörung. Schwer bis gar nicht zu beschreiben ist, was wir empfinden, wenn ein Dynamofan einen anderen Dynamofan beklaut und es sich bei dem Opfer um ein Kind handelt. Beim letzten Heimspiel ist genau dies in unserem Dynamostadion leider passiert.
Nach dem Spiel gegen Aachen erreichte die Fangemeinschaft Dynamo die Email eines Dynamofans, dessen achtjährigem Stiefsohn bei einem Toilettenbesuch von einem Erwachsenen der Schal weggerissen wurde. Trotz des Eingreifen von Anwesenden, was dem Kleinen wenigstens seine Mütze rettete, konnte der Täter leider entkommen.
Die Fangemeinschaft Dynamo empfindet angesichts solcher Vorfälle Bestürzung, Abscheu und Wut. Nicht nur für uns dürfte schwer nachvollziehbar sein, was im Hirn eines Menschen vorgeht, der in unserem Dynamostadion einem kleinen Jungen seinen Dynamoschal klaut. Wir hoffen inständig, dass etwas derartiges ein absolut trauriger Einzelfall bleibt.
Um dem traurigen Dynamofan eine Freude zu machen und ihm unseren Respekt dafür zu bezeugen, dass er trotz dieses abscheulichen Vorfalls auch künftig weiter seine Dynamos live im Stadion anfeuern wird, haben wir ihn am Sonnabend in unsere FANZEIT auf den Rasen des Dynamstadions eingeladen. Die Fangemeinschaft Dynamo fände es toll, wenn möglichst viele Dynamofans am Spieltag um 12:30 Uhr auf ihrem Platz wären und auf diese Art zeigen würden, dass der kleine Kerl einer von uns ist und der Typ der ihn beklaut hat, einfach nur ein erbärmliches undynamisches Arschloch.
Fangemeinschaft Dynamo |
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Donnerstag, 27. Oktober 2011 |
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